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Behälter KG im Weserkurier
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Behälter KG Bremen wird im Weser Kurier portraitiert

- 4 min read

Im Weser-Kurier wird Julian Beckh als Geschäftsführer der Behälter KG porträtiert und gezeigt, wie das Bremer Unternehmen weltweit mit gebrauchten Edelstahlanlagen handelt, sobald in Chemie- oder Lebensmittelfabriken Produktionslinien stillgelegt werden.

Der Beitrag beleuchtet den Unternehmenshintergrund seit 1965, den internationalen Kundenstamm sowie Beckhs Einstieg als Nachfolger nach seiner Zeit im Investmentbanking. Zudem wird beschrieben, wie die Behälter KG über ein großes Netzwerk und eine umfangreiche Kundenkartei Chancen früh erkennt und ihr Angebot durch neue Behälter ergänzt.

Screenshot eines Weser-Kurier-Presseberichts über Behälter KG und gebrauchte Edelstahlbehälter

21. Oktober 2025
Weser Kurier Zeitung

Bremer Unternehmen hat mit gebrauchten Edelstahlanlagen Erfolg

Wird in einer deutschen Chemie- oder Lebensmittelfabrik eine Produktionslinie stillgelegt, ist Julian Beckh zur Stelle. Der Bremer handelt mit gebrauchten Anlagen aus Edelstahl – und das weltweit.

Der Edelstahlbehälter trägt die Katalognummer 9785: "Heiz-/kühlbarer Pharma-Prozessbehälter mit Magnetrührwerk", Baujahr 2021, ungebraucht – also fast wie neu. Der rostfreie V4A-Stahl ist blitzblank; Sprühkopf, Schaltschrank, Schraubdeckel – alles inklusive. Preis: 24.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. "Darin sollten eigentlich Corona-Impfstoffe hergestellt werden", erklärt Julian Beckh und betrachtet das gute Stück. "Aber andere Hersteller waren schneller." Der Impfstoffreaktor kam nie zum Einsatz. Nun versucht Beckh, ihn auf dem Gebrauchtanlagenmarkt loszuwerden. Denn das ist sein Geschäft.

Aus der Luft betrachtet, wirkt das Firmengelände der Behälter KG im Gewerbegebiet am Bremer Kreuz wie ein Tanklager. Kreuz und quer liegen auf dem zwei Fußballfelder großen Areal Behälter aus Edelstahl herum: runde, ovale und eckige, silberne und graue, große und kleine. "Das hier war einmal ein Weintank einer Winzergenossenschaft", erklärt Beckh im Vorübergehen. Jetzt hat ein Schmierstoffhersteller das Gefäß gekauft – es steht zur Abholung bereit.

Seit 1965 handelt die Behälter KG mit gebrauchten Anlagen aus Edelstahl – und das weltweit. "Wir haben Kunden aus Osteuropa, Skandinavien, Arabien, Indien und den USA", sagt Unternehmenschef Beckh. Gekauft wird, was irgendwo in Deutschland ausrangiert und stillgelegt wurde, um es an Schnäppchenjäger in aller Welt weiterzuveräußern. "Das Geschäftsmodell haben meine Eltern sofort verstanden", erklärt Beckh und lacht. "Deshalb habe ich das Unternehmen gekauft."

Das war vor acht Jahren. Der gebürtige Stuttgarter hatte seine ersten Berufsjahre in der hochtourig dahinrasenden Welt der Investmentbanken verbracht: Fusionen, Verkäufe, Firmenübernahmen – das ganz große Rad. "Ich habe sieben Tage die Woche gearbeitet, meist bis weit nach Mitternacht", erinnert er sich. Seine Freundin sah er kaum noch. Das konnte so nicht weitergehen.

Also machte er sich auf die Suche: nach einer kleinen Firma, die einen Nachfolger an der Unternehmensspitze sucht. "Das ist gar nicht so schwierig", versichert der 33-Jährige. Das Thema Unternehmensnachfolge ist ein Dauerbrenner, seit der Übergang einer Firma vom Vater auf den Sohn als einzig mögliches Erfolgsmodell ausgedient hat. Auf der Homepage der Deutschen Unternehmerbörse (DUB) stehen Hunderte Firmen zum Verkauf, sortiert nach Branchen, Regionen und Umsatz. Drei bis vier kamen für Beckh in die engere Wahl – mit den Eltern als Kontrollinstanz für ein klares, verständliches Geschäftsmodell.

Der damalige Inhaber der Behälter KG wollte sein Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verkaufen. Am Tag eins nach dem Besitzerwechsel hatte er die Firma bereits verlassen. "Ich bin da wirklich ins kalte Wasser gesprungen", erinnert sich Beckh – und musste sich erst einmal zurechtfinden: nicht nur als Neu-Bremer in einer fremden Stadt, sondern auch als Branchenneuling in der Welt der Druck- und Isoliertanks, Rührwerksbehälter und Prozessreaktoren. Denn auch wenn die Eltern das Geschäftsmodell einleuchtend fanden: Der Secondhand-Handel mit Edelstahlbehältern ist ein weites Feld.

12.000 Unternehmen in der Kundenkartei
Zum Einsatz kommen die Geräte in der Nahrungsmittel-, Pharma-, Kosmetik- und Chemieindustrie. "Man braucht also ein großes Netzwerk, muss wissen, wo sich Chancen ergeben", erklärt Beckh. Die Kundenkartei umfasst 12.000 Unternehmen. Systematisch durchforsten sie am Bremer Kreuz das Internet nach Meldungen über Insolvenzen, Standortschließungen oder Firmenverlagerungen. "Wir sind so etwas wie ein Konjunkturindikator", verrät der Altgerätehändler: Wenn es in einer Branche bergab geht, merken es die Aufkäufer der ausrangierten Anlagen zuerst.

Das eigene Geschäft hält Beckh für stabil: "Die Behälter KG hat in 60 Jahren noch nicht ein Jahr Verlust gemacht", versichert der Chef. Das Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter und lässt in Italien mittlerweile auch neue Edelstahlbehälter herstellen, um das Angebot an Gebrauchtanlagen zu ergänzen. Die Website mit ihren 2500 Artikeln soll bald von drei auf acht Sprachen erweitert werden.

Beckh selber hat aus der Übernahme kleiner Unternehmen, die auf der Suche nach einem Nachfolger sind, ein Geschäftsmodell gemacht: Mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft ist er mittlerweile bei vier weiteren Unternehmen eingestiegen, darunter dem Bremer Dampferzeuger-Hersteller Dino. Seine Arbeitstage sind dadurch nicht unbedingt kürzer geworden – "eine 35-Stunden-Woche mit freiem Wochenende ist es natürlich nicht", räumt Beckh ein. "Aber ich kann jetzt meine eigenen Früchte ernten." Zum Beispiel beim Verkauf von Impfstoffbehältern aus der Coronazeit, Fassungsvermögen 165 Liter, ungebraucht – Katalognummer 9785.

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