Kleine Bremer
Anekdoten:
Der Norddeutsche Lloyd
Bremer Produkte und der Transport haben eine lange Tradition, speziell die Schifffahrt.
Der Norddeutsche Lloyd (NDL) ist eine Bremer Erfolgsgeschichte, die mit ihren Dampfschiffen und dem Überseeverkehr Weltruhm erlangte. Gerade die Emigrationspolitik und Auswanderwelle im 19. Jhd in Europa war Ausgangspunkt der Route Bremerhaven – New York.
Die Gründung der Lloyd geht auf die Bremer Kaufleute H.H. Meyer, E. Crüseman und G. Kulenkampf zurück, die im Jahr 1857 ihr erstes Kontor in der Martinistraße 13 eröffneten. Sie investierten nicht nur in den Schiffverkehr, sondern bauten auch ihr eigenes Schienennetz, die Geestebahn.
Zusätzlich zur Emigrationswelle, öffnete der NDL ab der Gründung des Dt. Reiches auch den Handelsverkehr nach Westindien und die Ostküste Südamerikas. Dabei setzte der Lloyd von Anfang an auf die Dampfschifffahrt. Bereits 1885 erhielt die Bremer Reederei den Zuschlag für die „Reichspostdampferlinie“ nach Australien und Ozeanien. Schnell wurde die Norddeutsche Lloyd zum Superlativ: 1890 zweit größte Reederei der Welt mit 66 Schiffen.
Nach beiden Weltkriegen musste der Lloyd praktisch bei Null anfangen, was ihm mit Innovation gelang. Nach dem 1. Weltkrieg gründete der NDL eine eigene Luftflotte, die dann 1926 durch die Allianz mit Hapag, Lloyd und Junkers zur Gründung der „Dt. Luft Hansa A.G.“ – heute Lufthansa – führte.
Auch nach dem 2. Weltkrieg stand man wieder am Anfang. Mit 350 Angestellten gründete der Lloyd zusammen mit der Hapag 1948 das erste Reisebüro. Anfang der 70er Jahre fusionierte der Bremer Lloyd mit dem Hamburger Unternehmen Hapag.
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